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Bleckede: kleiner historischer Exkurs
Nach dem Sturz Heinrichs des Löwen verloren die Welfen gegen Ende des 12. Jahrhunderts die Verfügung über den Elbübergang Artlenburg und Handelswege Bardowicks. Bleckede wurde deshalb 1209 als Stadt durch Herzog Wilhelm von Braunschweig und Lüneburg als neuer Handelsmittelpunkt unter der Bezeichnung Löwenstadt / Lowenstat an der Elbe gegründet. Der in Erinnerung an Heinrich des Löwen gewählte Name setzte sich nicht durch. Der Ortsname Bleckede ist vermutlich auf das altgermanische „Blek-ithi“ zurückzuführen, blek und -ithi bedeuten hier helle, freie, lichte Stelle, und entstand aus der früheren deutschen und wendischen Ansiedlung Bleketsa und slavicum Bleckede. Zum eigenen Schutz, zur Sicherung des Elbzolls und Elbübergangs wurde vermutlich im 13. Jahrhundert mit dem Bau einer Burg in Bleckede begonnen. Das um 1600 erbaute Elbschloss Bleckede steht auf den Resten der Burg, deren älteste Erwähnung um 1270 bekannt ist.
Gemeinsam mit anderen Städten erhielt Bleckede 1293 das Münzrecht verliehen. 1310 bekam Bleckede die Stadtrechte mit der Auflage verliehen, die Stadt zu befestigen. Diesen Zweck erfüllte ein Stadtgraben, der bis 1929 die Stadtgrenzen markierte. 1379 wurde das Schloss Bleckede an die Städte Hamburg, Lübeck, Hannover und Lüneburg abgetreten, danach gelang es Lüneburg, sich den Besitz Bleckedes bis Ostern 1561 bestätigen zu lassen. Von 1593 bis zu seinem Tod 1623 war Fritz von dem Berge Amtmann von Bleckede. 1666 legt eine Feuersbrunst den gesamten Ort Bleckede in Schutt und Asche. 1720 kamt der erste Arzt nach Bleckede und 1735 wurde die bis heute erhaltene Alte Apotheke erbaut. Vom 1. April 1885 an war Bleckede Kreisstadt des neu gegründeten Landkreises Bleckede, der am 1. Oktober 1932 wieder in den Landkreis Lüneburg eingegliedert wurde.